Go for GH3 – der Anfang

Gepostet am 17. Oktober 2013

DLSR ist seit Jahren ein Thema. Doch ich muss zugeben, dass ich mich bislang nicht so recht begeistern konnte. Meine EOS 600D war eine ordentliche Kamera, doch war da das Problem mit dem Ton. Keine Möglichkeit, Interviews zu kontrollieren – wenn man weiß, was alles zum guten Ton gehört, dann ist das Abhören Pflicht. So habe ich die 600D in den vergangenen Jahren nie regelmäßig eingesetzt.

Doch dann kam die Panasonic Lumix GH3. Mein geschätzter Kollege Roman drückte sie mir tief in der Nacht in die Hand – zum Filmen mit einem Voigtländer Noktor 25mm/0.95. Es war eine laue Sommernacht, wir spielten zu ein paar Leuten Tischtennis und das einzige Licht waren ein paar Gartenlichter. Die Ergebnisse dieser Filmnacht überzeugten mich so sehr, dass ich einige Wochen später die EOS verkauft und die GH3 gekauft hatte.gh3

Nach zwei Wochen in meinen Händen, zusammen mit einem Voigtländer 25mm/0.95 und einem Lumix 14-140, habe ich mich nun an die erste kleine Geschichte gewagt. Die Arbeitsweise ist anders als bei der Sony PMW-EX3. Natürlich muss ich darauf achten, dass das externe Mikro angeschaltet ist, ich muss ohne Zebras bei der Belichtung auskommen. Die Schwachstellen gibt es, zweifelsohne. Doch die Kamera ist kompakt, sie liegt gut in der Hand. Mein Rucksack ist nur halb so groß wie bei der EX3. Und die Bildqualität ist umwerfend.

Deshalb glaube ich schon, dass ich in den kommenden Wochen und Monaten ein paar Erlebnisse hier veröffentliche.  Zur Technik der GH3 gebe ich gerne an www.r73.net weiter. Ich werde mich hier auf die Erfahrungen in der aktuellen Arbeit beschränken.

Zum Video: Im Europaparlament wurde eine Kamapagne vorgestellt, mit der auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam gemacht wird. Link  Meine Aufgabe war ein kurzer Bericht darüber für die DW. Ich half mir mit Bildern aus dem Archiv und drehte erstmals mit der GH3 Schnittbilder (Außenschuss des Parlaments, Gang der Abgeordneten, Totalen) und Interviews. Vieles passierte im Wettlauf gegen die Uhr, weil beide Interviewpartner keine Zeit hatten, was sich beim zweiten O-Ton auch in der Bildqualität widerspiegelt. Außerdem musste ich feststellen, dass ich für die Aktivierung des Audios neue Routinen lernen muss. Denn bei der EX ist das Audio beim Einschalten der Kamera vorhanden, bei der GH3 muss ich erst das externe Rode-Mikrofon anschließen und dann auch im Idealfall anschalten.

Der erste Dreh mit der GH3 war lehrreich. Natürlich wäre es mit der EX3 schneller gegangen. Doch das geringe Gewicht und die Bildqualität überwogen. Ich setze darauf, dass die Routine bald kommt.

 

 

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